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WEGE AUS DER ÜBERLASTUNG

Probleme sind Lösungsversuche ...

Sogenannte Angststörungen (Phobien, soziale Ängste, generalisierte Angst) und Depressionen (depressive Episoden, Erschöpfungsdepressionen), wie auch das sogenannte Burnout-Syndrom treten oft in Folge von Überlastungssituationen auf. Das kann ein schleichender Prozess sein oder sehr plötzlich geschehen. In jedem Fall nehmen Betroffene so etwas wie einen "Soll-Ist-Abweichung" zwischen dem wahr, was Sie mit Ihren Vorstellungen von gutem und richtigem Fühlen, Denken und Handeln vereinbaren können und dem, was sie tatsächlich fühlen / denken / tun. Wer  so ein Problem hat, will es lösen. Soweit, so - scheinbar - gut. Allerdings neigen wir dazu bei der Lösung unwillkürlich unsere vorhandenen Strategien einzusetzen - ohne zu bedenken, dass diese möglicherweise nicht mehr taugen.  Das Gehirn ist nunmal ein eher "konservativ" strukturiertes Organ. Üblicherweise wird deswegen zunächst "eine Schippe nachgelegt", man strengt sich einfach noch mehr an, um das Problem  doch noch auf altbewährte Weise zu lösen ... nur, um sich erneut scheitern zu sehen. Ein wenig paradox formuliert könnte man auch sagen, dass die"Lösungen", mit denen wir üblicherweise an unsere "Probleme" herangehen, das eigentliche Problem sind, denn sie sind mit dem Bisherigen verknüpft, und nicht mit dem was wir in Krisen bräuchten: Eine veränderte Sichtweise auf uns selbst und unsere Umwelt.  In dieser Situation kann es sehr hilfreich sein zu begreifen, dass Probleme, wie auch Lösungen, zunächst einmal keine objektiv gegebenen und verlässlichen Wahrheiten über einen selbst oder die Umwelt darstellen, sondern subjektive Wahrnehmungs-Konstruktionen unseres Gehirns sind. Beide sind allerdings nicht beliebig, sondern sehr stark kontextabhängig und sie basieren natürlich auch auf unseren Vorstellungen davon, wer wir sind bzw. sein sollten. In der systemischen Therapie werden daher zum einen diese Zusammenhänge deutlich gemacht, zum anderen werden mit den Klienten neue (Selbst-)Erfahrungsmöglichkeiten erprobt. Die gute Nachricht lautet: Auch wenn man als Betroffener sehr belastet ist, auch wenn es sich um lang anhaltende Schwierigkeiten handelt, auch - oder gerade - wenn man kaum mehr Hoffnung auf eine Besserung hat: Aufgrund der Anpassungsfähigkeit unseres Gehirns haben wir alle die Ressourcen, um Probleme in sinnvolle Lösungen verwandeln zu können.

Zur Methodik:

Gerne wird auf Homepages von Therapeuten und Beratern, die ja "irgendwie" auch Marketing in eigener Sache betreiben wollen, mit trendigen Methoden geworben, die den ultimativen Behandlungserfolg versprechen. Ich möchte es hier mit dem amerikanischen Soziologen Robert K. Merton halten, der solche Anstrengungen als "antizipatorisches Plagiat" bezeichnet hat. Denn, so Paul Watzlawick, einer der bedeutendsten Vordenker der Systemischen Therapie: "Es gibt nichts Neues unter der Sonne." (Diese beiden geistreich-amüsanten Zitate verdanke ich einem Vortrag von Dr. med. Gunther Schmidt.) Die Methoden, mit denen ich arbeite, wähle ich daher lieber nach ihrer empirisch nachweisbaren und praxiserprobten Wirksamkeit aus. Dazu zählen verhaltenstherapeutische Interventionen, v. a. die kognitive Umstrukturierung oder die Konfrontationsbehandlung bei Phobien. Auch die Rational Emotive Therapie nach Albert Ellis eignet sich hervorragend, um an selbst-einschränkenden Verhaltensweisen zu arbeiten. Im Bereich der Stressbewältigung orientiere ich mich am "Zürcher Ressourcenmodell" (das von Maja Storch entwickelt wurde). Hauptsächlich nutze ich aber systemtherapeutische Ansätze. Dies liegt zum einen an meinem Werdegang (vgl. "Über mich"), zum anderen an der inzwischen sowohl wissenschaftlich als auch formal anerkannten Wirksamkeit der Systemischen Therapie. Die Systemische Therapie erlaubt es, einen Zusammenhang zwischen Problem und Umwelt herzustellen; aus systemischer Sicht braucht man gewissermassen erst einmal einen bestimmten (privaten oder beruflichen) Kontext, in dem oder aus dem heraus etwas als Problem erscheinen kann. Auch ist die Einbeziehung von Beziehungsaspekten sowohl intra- als auch interpsychisch für die Behandlung von "Störungen" sehr hilfreich. Beide Methoden (Verhaltenstherapie und Systemische Therapie) ergänzen sich sinnvoll und kommen bei mir fallspezifisch zum Einsatz. Aus meiner Sicht geht die Systemische Therapie dabei aufgrund ihrer immer noch bahnbrechenden theoretischen Grundlagen (Konstruktivismus, Autopoiesis-Konzept, Kybernetik 2. Ordnung) dabei weit über die Möglichkeiten der Verhaltenstherapie hinaus. Darauf will ich in Ihrem und meinem Interesse nicht verzichten. Mein methodisches Handwerkszeug umfasst zudem Interventionen aus anderen Therapierichtungen, wie z. B. die Teilearbeit (im traumatherapeutischen Zusammenhang auch "Ego State Therapie" genannt, die ursprünglich in der Gestalttherapie zum Einsatz kam), der klientenzentrierten Gesprächstherapie nach Carl Rogers und hypnosystemische Interventionen (eine Kombination aus Systemischer Therapie und Hypnotherapie; der Begriff wurde von Gunther Schmidt, dem Leiter des Milton Erickson-Instituts in Heidelberg, geprägt). Bei der Hypnotherapie geht es um die Einbeziehung körperlicher Aspekte in die Betrachtung und Behandlung von "Störungen" (so die zeitgenössisch-euphemistische Begrifflichkeit der ICD 10) - ein eigentlich selbstverständlicher Aspekt, der jedoch in unserer Alltagslogik in Folge der Geist-Körper Dualistik seit der Aufklärung in unsinniger Weise sehr in's Hintertreffen geraten ist. (Ein Körper ohne - viel - Geist mag ja vorstellbar sein, aber umgekehrt wird es dann doch schwierig ... .) Darüber hinaus orientiere ich mich in meiner Praxis am aktuellen Erkenntnissstand der Neurobiologie bzw. der Hirnforschung, die letztlich vieles, was seit langem in der Geistes- und Sozialwissenschaft vertreten wurde, empirisch (also natur-wissenschaftlich) belegen kann.

Vorgehensweise:

In unseren Gesprächen untersuchen wir gemeinsam, welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen, die Herausforderungen in Ihrem Leben sinnvoller meistern zu können. Wir arbeiten dabei zielorientiert, wobei Sie festlegen, was für Sie sinnvolle und im Kontext Ihres Alltags realisierbare Ziele sein können. Einzeltherapie bei mir hat den Anspruch professionell, verständnisvoll und sinnstiftend für Sie zu sein - wobei auch gelacht werden darf! Therapie auf Augenhöhe ist kein "bierernster" Vorgang, sondern ein sehr lebendiger Veränderungsprozess mit offenem Ende, den im wesentlichen Sie selbst bestimmen und bei dem ich Sie unterstütze. Melden Sie sich, um einen Termin zu vereinbaren.

 

Mehr zu meinem Verständnis von Therapie und Beratung findet sich auch in meinem Blog.

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