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Praxis Iris Wieg, Termine unter 0151-41 64 12 08 oder info@psychologische-praxis-wieg.de

Die (Kognitive) Verhaltenstherapie betrachtet psychische Störungen als Ergebnis ungünstiger Denk- und Verhaltensmuster, die es zu erkennen und zu verändern gilt. Dabei wird grosser Wert auf die Stärkung von Eigenressourcen und die Umstrukturierung negativer Gefühle und Gedanken gelegt. Biografische Auslöser können eine Rolle spielen, oftmals sind aber aktuell belastende Situationen und chronischer Stress entscheidend an der Entstehung und Aufrechterhaltung von Störungen beteiligt. Das Vorgehen ist klar strukturiert und basiert auf Übungen, Materialien und (Haus-)Aufgaben, um Betroffene dabei zu unterstützen, günstigere Verhaltensweisen zu entwickeln und eigene Ziele auf konstruktivere Weise zu erreichen.

Typische Elemente oder Phasen einer Kognitiven Verhaltenstherapie am Beispiel einer Depression sind:

- Phase 1: Aufbau einer therapeutischen Beziehung, Lebensgeschichte erheben, Information und Erklärung der Depression, zentrale aktuelle Probleme erkennen, Ziele für die Behandlung formulieren, rasche Hilfe bei krisenhafter Lage, Stimmung und Alltagsstruktur erfassen (Protokollieren).

- Phase 2: Auswertung der Selbstbeobachtungen (Protokolle), Erklärung des Zusammenhangs von Befinden, Denken und Handeln, Vermittlung des therapeutischen Modells, Struktur und Elemente der Therapie mit Bezug zu den Therapiezielen vorstellen und erklären. Vorbereitung auf die nächste Phase.

- Phase 3: Beeinflussung des Befindens durch Veränderung der Alltagsstrukturen, Aktivitätsaufbau, Finden angenehmer Tätigkeiten, Einbau in den Alltag, Abbau von Belastungen und Pflichten, Wochenplan und Tätigkeitenprotokoll.

- Phase 4: Erkennen des Zusammenhangs von Denken und Fühlen, Erkennen automatischer, negativer und depressionsfördernder Gedanken, Bearbeiten kognitiver Muster, Veränderung ungünstiger Einstellungen, Gedankenkontrolle, Gedankenprotokolle, Veränderung von Überzeugungen und Regeln, Bewältigung von früheren Verletzungen, Konflikten und Verlusten.

- Phase 5: Aufbau von neuem Verhalten, Verbesserung der sozialen Fertigkeiten, Aufbau von geschickter Kommunikation und Interaktion, Bearbeitung von Verlusten und sozialen Konflikten, Verbesserung der Problemlösefertigkeiten, Erhöhung der Selbstsicherheit, Rollenspiele, Übungen, ggf. Einbezug des Partners.

- Phase 6: Beendigung der Therapie, Sicherung der Beibehaltung des Gelernten, Stabilisierung der Erfolge und Fortschritte, Erkennenvon Frühwarnzeichen einer Depression, Notfallplanung, Krisenplanung, Rückfallverhinderung.